Peekabooty wurde entwickelt, um die Zensur, welche
in vielen Ländern der Erde nur einen eingeschränkten Internet-Zugriff
erlaubt, geschickt zu umgehen. Ziel ist der freie, schnelle und leichte
Informationszugriff für alle Internetnutzer.
Nach Angaben von Peekabooty gibt es derzeit 21 Länder
in denen der freie Zugriff auf Webseiten nicht gewährleistet ist.
Dort werden sämtliche Anfragen an das Internet über Firewalls
(eine spezielle Software) kontrolliert. Webseiten, die als gesperrt erklärt
wurden, können die Nutzer nicht ansehen, sie erhalten lediglich eine
Fehlermeldung.
Internetnutzer die von der Zensur betroffen sind, müssen keine Software
installieren. Es genügt einige Einstellungen für den Internetzugriff
am Computer zu ändern, um nun sämtliche verfügbaren Websites
ansehen zu können. Sie kontaktieren dann das Peekabooty - Netzwerk,
Computer die nicht auf der "schwarzen Liste" stehen. Eine kleine
zufällig ausgewählte Anzahl Computer sorgt dafür, dass
die Informationen trotzt Firewallübertragen werden.
Die Webseiten werden verschlüsselt, so dass die blockenden Server
die Inhalte nicht kontrollieren können. Die Verschlüsselung
wird als Defacto-Standard im E-Commerce Bereich eingesetzt. Die Abfrage
der Webseiten sieht für die blockende Server aus, wie eine E-Business
Vorgang, wie etwa Einkaufsvogänge über das Internet.
Sind die Nutzer in der Lage Peekabooty Software einzusetzen, erhalten
sie noch besseren Zugang zum Peekabooty Netzwerk.
Das Peekabooty Netzwerk ist eine verteiltes Peer-to-Peer (P2P) Anwendung.
Teilnehmer des Netzwerkes dienen als Einspeisepunkte zwischen dem frei
zugänglichen Internet und Peekabooty. Peekabooty spricht Nutzer an,
die "global denken und lokal agieren". Jede Person mit ständigem
Internetzugang kann als Peer für das verteilte Netzwerk wirken. Die
Software läuft im Hintergrund, ohne die täglichen Routinearbeiten
am Computer zu stören. Zusätzlich kann Peekabooty als Bildschirmschoner
laufen, der den Netzstatus anzeigt sowie Informationen über Menschenrechte
und Zensur.
Da jeder Computer nur von wenigen anderen Computern "weiss",
ist es nicht möglich, das gesamte Netzwerk auf die "Schwarze
Liste" zu setzen. Es gibt keine zentralen Server deren Betrieb gestört
oder deren Betreiber möglicherweise juristische Schritte angedroht
werden könnten.